
In einem Holzhaus vis a vis der Galerie steht der an Ort und Stelle gemauerte Brennofen mit einer 1,25 Kubikmeter großen Brennkammer: das Herzstück des Hofes …
Es ist ein als Phönix in die Keramikwelt eingegangener Ofentyp.
Nach meiner Information wurde diese Art ursprünglich in Japan gebaut und Ende der siebziger Jahre in den Vereinigten Staaten weiterentwickelt der Bauplan fand seine Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift und eine handgezeichnete Kopie schaffte es schon in den achziger Jahren bis in die damalige DDR.
Mein Ofen ist allerdings kein „fast fire“ - er besteht innen aus Schwerschamotte.
Der Brand ist das Entscheidende! Natürlich sind gut gemachte Töpfe die Voraussetzung für ein passables Endergebnis.
Der Ofen wird mit Holz auf eine Endtemperatur von 1350°C befeuert. Das schaffe ich ohne Hilfe in ungefähr 18 Stunden.
Bei jedem Brand gewinne ich neue Erkenntnisse, dennoch bleiben die Ergebnisse stets unberechenbar und aufregend. Die besten Arbeiten empfinde ich als Geschenk und sie sind mir kostbar. Nicht alle Töpfe sind verkäuflich - manchmal müssen sie mich lange umgeben, um ihr Geheimnis zu enthüllen.
Keine Arbeit ist wiederholbar.
Auf dem Hof gibt es zwei Ausstellungsräume: „Das gelbe Haus“ - eine Galerie für Keramik und Plastik, zeitweilig ergänzt von Malerei und Grafik. Im alten Wohnhaus befinden sich die Werkstatt und ein ständiger Ausstellungsraum mit meinen Arbeiten. Gelegentlich ereignen sich in der Galerie Theateraufführungen und Lesungen.
Werkstatt und Galerie befinden sich außerhalb des Dorfes Techentin, direkt an der Landstraße zwischen Techentin und Goldberg.